Hier ist jetzt die Fortsetzung zum Thema Druckverfahren

Den „Klassiker“ – Siebdruck, hast du ja bereits kennengelernt, falls nicht schau Dir den Blogeintrag dazu einfach später auch noch an.

Textildirektdruck (DTG) – die moderne Art:
Wie funktioniert Textildirektdruck (DTG)?

Textildirektdruck oder auch „direct to garment (DTG)“ ist ein digitales Druckverfahren. Die Farbe (Tinte) wird direkt aus einer digitalen Vorlage vom PC aus auf das Textil gedruckt – genauso wie zu Hause oder im Büro mit Deinem Tintenstrahldrucker.

Den Textildirektdruck gibt es bereits seit 2005. Damals kamen die ersten Drucker in den USA auf den Markt (auch wenn diese von Mimaki in Japan produziert wurden). 

In den letzten Jahren hat sich dieses Verfahren stetig weiterentwickelt, sowohl was die Druckqualität und auch die Haltbarkeit der Tinten auf den Textilien angeht.

Im Vergleich zu Siebdruck benötigt man kein Sieb, sondern man lädt eine Datei direkt in die Steuersoftware des Druckers, was die Produktion von Kleinserien und Einzelstücken auch mit hochauflösenden Motiven  erschwinglich macht.

Zu Beginn war nur die Bedruckung von hellen  (weißen) Textilien möglich, inzwischen sind auch dunkle / schwarze T-Shirts problemlos zu bedrucken.

Die Textilien werden vor dem Druck mit einem Haftvermittler vorbehandelt. Danach werden Sie in den Drucker eingelegt und der Druckkopf spritzt winzige Tintentröpfchen auf das Textil. Im Gegensatz zum Tintenstrahldrucker zu Hause kann bei nicht weißen Textilien eine Unterdruckung mit weißer Tinte aufgebracht werden.

Die reine Druckzeit dauert je nach Größe, Qualität und Maschine zwischen 5 und 20 Minuten. Hochleistungssysteme wie von Kornit schaffen Zeiten von unter 2 Minuten!

Nach dem Druckvorgang muss die Tinte noch durch Wärme fixiert werden, das findet entweder in Pressen, wie Du sie auch vom Flock- und Flexdruck kennst oder in Trockentunneln statt.

Der Siebdruck ist Einfarbig und Mehrfarbig einsetzbar.

Vorteile des Textildirektdrucks (DTG):
– keine Kosten für Siebe
– angenehmes Tragegefühl, da kein Trägermaterial verwendet wird
– 
große Farbpalette 
– schnell Verfügbar (Print on Demand)
– Web2Print problemlos möglich
– günstig bei Einzelstücken und Kleinserien
– Personalisierung möglich

Nachteile des Textildirektdrucks (DTG):
– mittlere und große Serien nicht wirtschaftlich
– Einschränkung der bedruckbaren Textilien bezüglich Material und Druckfläche
– Haltbarkeit nicht so hoch wie beim Siebdruck
– Wäsche bei 30°C empfohlen

Zusammengefasst:
Der Textildirektdruck (DTG) ist die perfekte Lösung für Einzelstück und kleine Auflagen, da keine Siebkosten auf die Stückzahl umgerechnet werden müssen.

Beim Gestalten kannst Du Dich beim Textildirektdruck (DTG) voll austoben, Photos, Farbverläufe und unzählige Farben – alles kein Problem!


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